Bundesdatenschützer: Krankenkassen sollen Patientendaten verkauft haben
Mittwoch, den 13. Mai 2009 um 12:27 Uhr
Gesetzliche Krankenkassen sollen nach einem Pressebericht Daten an eine Privatversicherung verkauft haben. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar habe Anzeige erstattet, weil Kassen in mindestens zwei Fällen dem Sozialgeheimnis unterliegende Versichertendaten verkauft hätten. Die Staatsanwaltschaften Oldenburg und Aurich ermittelten gegen die IKK Weser-Ems, beichtet Bild online.
Schaar zufolge habe eine Privatversicherung auf Grundlage der Daten Versicherte angerufen und ihnen den Eindruck vermittelt, sie biete im Auftrag ihrer Krankenkasse Zusatzversicherungen an, schrieb das Blatt. Dabei seien auch Gesundheitsdaten wie Krebserkrankungen und der Zustand der Zähne erhoben und gespeichert worden. Schaar sagte der Zeitung: „Ich fürchte, dass auch andere gesetzliche Krankenkassen ähnlich mit Privatversicherungen zusammenarbeiten.”
Die IKK Weser-Ems ist am 1. Januar 2008 mit der Handelskrankenkasse (HKK) fusioniert.
Quelle Ärztlicher Nachrichtendienst


