Ärztekritik an Anzeigen des BMG hält an

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail


Als "Affront gegen die Ärzteschaft" hat die KV Baden-Württemberg die laufende Anzeigenkampagne des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) zur Honorarreform bezeichnet.

Mit Zeitungsanzeigen informiert das Bundesgesundheitsministerium (BMG) derzeit über seine Sicht der Honorarreform. Geschaltet werden die Anzeigen in Regionen, in denen es heftige Proteste gegen das Vergütungssystem gibt, etwa in Baden-Württemberg, Nordrhein und Schleswig-Holstein. "Niemand kommt zu kurz - im Gegenteil", ist in den Anzeigen zu lesen. Der Chef der KV Baden-Württembergs, Dr. Achim Hoffmann-Goldmayer, zeigte sich empört. Mit der Kampagne brüskiere das Ministerium "wider besseren Wissens die Vertragsärzte in Baden-Württemberg". Alle Facharztgruppen hätten "dramatische Verluste" zu verzeichnen.

Im Bundestagswahlkampf versuche das BMG, von seiner Verantwortung für das Honorardesaster abzulenken, kritisierte auch der Vorsitzende der KV Nordrhein, Dr. Leonhard Hansen. "Doch das BMG irrt, wenn es meint, damit erfolgreich sein zu können."

STUTTGART/KÖLN (hom/iss).  Ärzte Zeitung, 20.04.2009 14:51