Ulla Schmidts Nebelkampagne

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Sehr geehrte Patientinnen und Patienten,

Ulla Schmidt (SPD) als Leiterin des Bundesgesundheitsministeriums verbreitet dieser Tage teure Zeitungsanzeigen, mit denen sie vom Scheitern und den wahren Absichten ihrer misslungenen Reformen ablenken will. Sie als Bürger/Patient sollen im Unklaren bleiben über die wahren Absichten der Gesundheitsreform sowie über die tatsächliche Honorarsituation der ambulant tätigen Ärzte in Deutschland. Das Ziel ist, die ambulante Versorgung wirtschaftlich auszutrocknen, um sie übernahmereif für Großinvestoren und private Klinikkonzerne zu machen. Praxen und Ihre wohnortnahe Versorgung sind massiv bedroht.

Und das mit Hilfe von Gesetzen einer SPD-Ministerin, die einen Amtseid geleistet hat – und deren Partei sich „sozialdemokratisch“ nennt!

Wurden Sie als Bürger gefragt, ob Sie das wollen?

Zunächst einmal hat man Ihnen eine Kassengebühr von 10 Euro aufgebürdet, die nicht wir Ärzte, sondern zu 100% die Krankenkassen erhalten.

Nun will ihnen Ulla Schmidt, die nach Umfragen übrigens zu den weitaus unglaubwürdigsten Politikern zählt, weismachen, dass ausreichend (und mehr!) Geld für Ihre Versorgung zur Verfügung stünde. Tatsächlich ist der Anteil der Ausgaben für die ambulante Versorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung von 22% vor einigen Jahren auf nunmehr ca. 15% gesenkt worden.

Hier sind die Fakten:

Für die gesamte Grundversorgung eines hautkranken Patienten werden in Bayern im gesamten II. Quartal (3 Monate) nur 15,74 Euro zur Verfügung gestellt. Das sind ca. 18% weniger als im 1. Quartal. Darin enthalten sind alle (beliebig viele!) Untersuchungen, Beratungen, Verbände, Allergietestungen, Blutentnahmen, Spritzen, kleine Operationen und vieles mehr. Das heißt: Ihr Hautarzt / Ihre Hautärztin im Werdenfelser Land und andreswo in Bayern soll all diese Leistungen für weniger als 5,25 Euro im Monat erbringen. Das ist übrigens nicht das Honorar, sondern davon sind alle Unkosten abzuziehen! Ähnliches gilt für andere Fachärzte.

Wir fühlen uns als Ärzte und Staatsbürger verpflichtet, Sie über diese Sachverhalte aufzuklären. Eine sachgerechte Versorgung ist so in den meisten Fällen nicht mehr möglich.

Der Appell Ihrer Arztes / Ihrer Ärztin und ihrer Mitarbeiter: Werden Sie aktiv. Zeigen Sie den Verantwortlichen im Wahljahr 2009, was Sie von Ulla Schmidt halten. Oder schreiben Sie gleich eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.